Donnerstag, 26. November 2015

Grausen vor dem Monster

Die menschlichen Reaktionen auf Spinnen reichen von Panik und Ekel bis hin zur Faszination.
Zumindest in Haus und Wohnung sind die Achtbeiner bei den meisten Leuten aber nicht allzu gern gesehen. 

Die Spinne scheint ein uns Menschen überlegenes Wesen zu sein, da wir ihr so eine irrationale Angst entgegenbringen.
(Michael Josef Sommer)

 
Jahr für Jahr vertilgen alle Spinnen, die auf einem Hektar Wiesenland leben, die gigantische Menge von 50.000 Kilogramm Insekten, informiert die Deutsche Wildtier-Stiftung.
Kaum auszudenken, mit wie vielen Mücken, Fliegen und anderen lästigen Plagegeistern wir jeden Sommer zu kämpfen hätten, würden Spinnen deren Bestände nicht erfolgreich dezimieren.

Auf der Wiese dürften sie die meisten Menschen auch kaum stören.
Gerade im Herbst aber suchen sie in großer Zahl Unterschlupf in Häusern und Wohnungen. Und da hört für viele der Spaß auf. 


Wenn es draußen kalt und neblig ist, zieht man sich gerne in eine kuschelige, warme Ecke zurück und möchte es sich bis zum Frühling gemütlich machen.
Das geht nicht nur den Menschen so. In unseren Wohnungen haben wir es jetzt wieder vermehrt mit Spinnen zu tun.
In verborgenen, ruhigen Ecken, hinter den Möbeln, in Ritzen und an anderen ungestörten Orten suchen sie sich ein gemütliches Plätzchen, um die kalten Monate hinter sich zu bringen. 

Die Krabbeltiere kommen zwar gerne an die Wärme, merken aber offenbar erst in der Wohnung, dass ihnen das Klima dort nicht bekommt.

Spinnen, die im Herbst an die Wärme kommen, überleben meist nicht lange. Unsere Wohnungen sind für sie zu trocken, sie trocknen entweder aus und sterben, oder sie verlassen unsere Räume wieder, um sich eine feuchtere Umgebung zu suchen. Das Problem löst sich in der Regel also ganz von alleine.

Die bekannten Kreuzspinnen, Wolfsspinnen und die beeindruckend großen Winkelspinnen suchen im Herbst eine Stelle auf, an der sie vor den tiefen Temperaturen geschützt sind.

Ich stelle mir die Frage, wonach sich Spinnen orientieren.
Licht?
Wärme?
Vibrationen?
Menschen?
Nahrungsquelle?
Oder einfach nur zielloses umherkrabbeln? 


Als männliche Person trifft man Spinnen im Haus sowieso kaum noch in freier Wildbahn an. Entweder sind sie bereits getötet oder befinden sich gefangen in einem (umgedrehten) Glas zwecks Entsorgung.

Die Spinne in der Ecke wird jedenfalls immer fetter...