Mittwoch, 6. Juli 2016

Ich trag‘ dich durch die schweren Zeiten...

Ich trag‘ dich durch die schweren Zeiten...
 
Schlecht geschlafen, schlimm geträumt, mies drauf:
So richtig „die Flemm“, wie der Saarländer sagt. Wer kennt das nicht?
 

Und dann schaltet man das Radio ein – und hört gesungen solch einen Satz: „Ich trag‘ dich durch die schweren Zeiten, so wie ein Schatten werd‘ ich dich begleiten!“
Die Stimme unverkennbar: Das ist Udo Lindenberg, der mittlerweile 70-jährige Künstler, der seit über 20 Jahren in einer Suite im Hamburger Hotel Atlantic Kempinski wohnt. Weiter geht der Text: „Ich werd‘ dich begleiten, denn es ist nie zu spät, um nochmal durchzustarten. Wo hinter all den schwarzen Wolken wieder gute Zeiten warten.“
Da geht es einem doch gleich besser. Das macht Mut, das gibt Energie für den neuen Tag. Wenn Udo dann weiter singt: „Ey, lass zusammenhalten, dann kommt die Sonne durch. Wir sind doch Lichtgestalten, ey, das weißt du doch.“ Dann ist das ein Trost-Lied für alle, die eben noch „die Flemm“ hatten.


Und schon vor einigen Jahren hat er uns ja klargemacht: „Hinterm Horizont geht’s weiter!“. Und jetzt also das Lied von dem, der durch die schweren Zeiten trägt. Da denkt man vielleicht an den besten Freund, die beste Freundin, die einem hilft, wenn’s einem nicht gut geht. Jemand, der auch durch die schweren Zeiten trägt.


Oder vielleicht gibt es da noch einen? Denn ich frag mich schon, von wem Udo Lindenberg da eigentlich singt. Der Text klingt nämlich auch wie ein Gebet oder ein Segenswunsch: „Ich trag‘ dich durch die schweren Zeiten, so wie ein Schatten werd‘ ich dich begleiten. Denn es ist nie zu spät, um nochmal durchzustarten, wo hinter all den schwarzen Wolken wieder gute Zeiten warten.“

Gut, dass da einer mitgeht.
Gut, dass wir nicht allein sind mit den düsteren Gedanken und Erlebnissen.
Gut, dass auch wir Lichtgestalten für andere sein können.
Gut, dass es hinterm Horizont weiter geht!