Freitag, 4. November 2016

Rustikales Brot - nicht nur für unterwegs

Wer draußen unterwegs ist, braucht Proviant.
Hier mal ein simples Rezept, das ganz erstaunliche Ergebnisse erzielt.
Das Brot schmeckt frisch am besten. Dazu Käse und/oder Wurst... perfekt für unterwegs - und ohne Chemie!
Es erfordert keine großen technischen Fähigkeiten, keine künstlerischen Knettechniken und keinen vorsichtigen Umgang mit Hefe.
Alles, was es braucht, ist etwas Zeit.

Zum Vergrößern anklicken

250g Weizenmehl, Typ 550
250g Vollkornweizenmehl
1 Tütchen Trockenhefe
2 gestr. TL Salz
1 gestr. TL Brotgewürz (oder man lässt es ganz weg)
etwas neutrales Speiseöl
Mehl für die Arbeitsfläche


Zum Backen: Je nach gewünschter Form einen Bräter (oval / rechteckig), einen Topf oder eine ofenfeste Form - jeweils mit Deckel und bis mindestens 220°C hitzebeständig (ääääh, Kunststoffteile sind NICHT hitzebeständig!)

Wenn das Brot für das Wochenende gebacken werden soll, am besten am Freitagnachmittag oder -abend den Teig ansetzen, dann kann es Samstagvormittag gebacken werden.

- In einer großen Schüssel beide Mehlsorten, die Trockenhefe, Salz und Brotgewürz verrühren.
Dann ca. 325 ml lauwarmes Wasser dazugießen und mit dem Löffel durchrühren. Anschließend ganz kurz mit den Händen kneten. Der Teig ist ziemlich matschig und sieht alles andere als fertig aus – das macht aber gar nichts.

- Die Schüssel mit Klarsichtfolie abdecken und den Teig darin 15 – 18 Stunden gehen lassen.
Das Gute an der langen Gehzeit ist, dass der Teig nicht unbedingt Wärme braucht, um aufzugehen. Er kann also auch ohne Weiteres über Nacht in der Küche stehen.

- Nach der Gehzeit die Klarsichtfolie nicht wegwerfen.
Der Teig hat jetzt ordentlich an Volumen zugelegt. Auf eine bemehlten Arbeitsfläche den immer noch ziemlich klebrigen Teig kurz durchkneten oder falten, vielleicht 1 Minute, nicht länger.
Die Schüssel mit ein paar Spritzern Speiseöl benetzen, die Teigkugel wieder hineinlegen und wenden, so dass alle Seiten mit Öl bedeckt sind.
Die Klarsichtfolie fest um die Teigkugel legen und 15 Minuten ruhen lassen.

- Jetzt muss der Teig noch mal 2 Stunden gehen: Laut Rezept auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und mit etwas Folie abdecken – kein Geschirrtuch, der Teig würde daran kleben -, ich lege den Teigling in eine neue, saubere Schüssel und lasse ihn dort gehen.

- Ca. 15 Minuten vor Ende der Gehzeit einen Bräter/Topf mit Deckel in den Backofen stellen und auf 220°C heizen.

- Den Bräter/Topf aus dem Ofen nehmen, Teig hineinlegen und den Deckel wieder aufsetzen. 30 Minuten backen, dann den Deckel abnehmen – Vorsicht, es ist heiß und kann dampfen – und 15 Minuten unbedeckt zu Ende backen.
Herausnehmen und abkühlen lassen.
Der Boden des Brotes sollte bei der Klopfprobe hohl klingen. Ansonsten noch etwas in den Ofen stellen.