Mittwoch, 12. Oktober 2016

Die Entdeckung Amerikas

Mittwoch, 12. Oktober 2016:
Die Entdeckung Amerikas... und was ich daraus lerne


Am 03. August 1492 stach ein Mann mit seinen drei Schiffen Santa María, Niña und Pinta sowie 90 Mann Besatzung von der spanischen Hafenstadt Palos de la Frontera in Andalusien Richtung Kanarische Inseln in See, um einen kurzen See- und Handelsweg nach Indien zu finden.

Sein Name: Christoph Kolumbus.

Ich bewundere Menschen wie ihn.
Er machte sich auf den Weg und war bereit, das Vertraute zu verlassen, ohne zu wissen, was ihn und seine Mannschaft erwartet.
Er startete ins Ungewisse, um Neues und Unbekanntes zu entdecken.

Am 12. Oktober 1492 schreibt Christoph Kolumbus in sein Logbuch: „Ein Matrose auf der Pinta, Rodrigo de Triana, hat Land gesichtet – eine Insel, etwa 10 Kilometer westlich. Aufregung erfasst die Mannschaft, aber die Skepsis bleibt.“

Vier Stunden später steht er mit einigen seiner Offiziere am Strand von Guanahani, der heutigen Bahamas-Insel San Salvador.
Und obwohl er auf einer der dem amerikanischen Kontinent vorgelagerten Karibischen Inseln gelandet war, gilt dieser 12. Oktober seitdem als Datum der Entdeckung Amerikas.

Doch diesem bedeutenden Tag waren Monate der Ungewissheit und Angst vorausgegangen.
Kolumbus musste Anfeindungen seiner Mannschaft ertragen, die seit Wochen kein Land gesehen hatten und sich fragten: Was ist, wenn die Erde – entgegen der Behauptung des Kapitäns – doch eine Scheibe ist und wir in den Untergang segeln?
Sie hatten Angst, nicht mehr nach Hause zu finden.
Einige Vertraute berichteten dem Seefahrer, man plane, ihn ins Meer zu werfen und anschließend als vermisst zu melden.

Der gläubige Kolumbus begann schließlich, nach Hoffnungszeichen Ausschau zu halten, um seiner Mannschaft die Angst zu nehmen und so die Stimmung zu verbessern.
Und tatsächlich: Schon bald entdeckte er im Wasser treibende Zweige und Äste. Und wo Äste sind, da muss auch Land sein.
Später haben die Seeleute auch mehrere Vögel gesichtet, die man selten weit draußen auf dem Meer sieht. Da wussten sie, dass Land in der Nähe sein muss.
Und kurze Zeit später hatten sie wieder festen Boden unter den Füßen.

Ich möchte mir ein Beispiel daran nehmen, wenn ich mich künftig auf den Weg ins Ungewisse mache, um Neues und Unbekanntes zu entdecken.
Denn in solchen Situationen habe ich auch oft Angst und fühle mich unwohl.
Doch statt umzukehren oder aufzugeben, werde ich dann Hoffnungszeichen suchen.
Zeichen, die mich darin bestärken, auf dem richtigen Weg zu sein und Zeichen, die mir die Kraft geben, durchzuhalten.
Damit ich irgendwann auch wieder festen Boden unter den Füßen habe.