Flugtagunglück von Ramstein
Der Tag, an dem Ramstein in Flammen stand
Es sollte der Höhepunkt des Tages werden: Am 28. August 1988, heute vor 30 Jahren, starten zehn Piloten der italienischen Kunstflugstaffel "Frecce Tricolori" mit ihren Jets vom Typ Aermacchi MB-339 in die Luft.
Am Boden schauen ihnen an diesem Sonntag weit mehr als 300.000 Gäste der Flugschau auf dem amerikanischen Luftwaffenstützpunkt Ramstein zu.
Die Italiener haben eine besondere Figur eingeübt, das sogenannte "Durchstoßene Herz".
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| Sekundenbruchteile vor dem Zusammenstoß |
Währenddessen soll der 38-jährige Solopilot Ivo Nutarelli in der Maschine Pony 10 nach einem Innenlooping von hinten und knapp über den anderen neun Flugzeugen auf die Zuschauer zu durch die Herzfigur stoßen.
An diesem Punkt, den er zu früh und in zu geringer Höhe erreicht, kollidiert er um 15:44 Uhr mit den beiden Maschinen Pony 2 und 1 in etwa 50 Metern Flughöhe und rund 300 Meter vor den Zuschauern. Die Flugzeuge stürzen zu Boden. Zwei von ihnen zerschellen jenseits des Zuschauerbereichs auf der Start- und Landebahn, Nutarellis Jet allerdings rutscht in den Zuschauerbereich und überzieht die Menschen mit einer Wolke aus 800 Litern brennendem Kerosin. Hinzu kommen glühendes Metall und Stacheldraht.
Die wenigen Sekunden, in denen sich die Katastrophe abspielt, lassen den Menschen in diesem Bereich keine Zeit zur Flucht.
Nach offiziellen Angaben sterben rund 70 Menschen durch die Katastrophe von Ramstein, mehr als 1.000 werden verletzt.
Höchstwahrscheinlich liegt die tatsächliche Zahl der Todesopfer höher. Die Wahrscheinlichkeit, dass unter mehr als 100.000 amerikanischen Besuchern auf der Air Base lediglich vier Amerikaner zu den Opfern gehören, erscheint äußerst gering.
Zudem sollen mindestens 60 Verletzte, überwiegend Amerikaner, im Landstuhl Medical Center behandelt und anschließend teilweise in die USA ausgeflogen worden sein. Da von den in deutsche Krankenhäuser eingelieferten Verletzten in den Tagen und Wochen nach der Katastrophe noch viele Personen verstarben, liegt die Vermutung nahe, dass dies auch für die im Landstuhl Medical Center behandelten amerikanischen Patienten gilt. Nach Angaben deutscher Ärzte habe das US-Militär Nachforschungen zu amerikanischen Verletzten erschwert. Entsprechende Anfragen seien unbeantwortet geblieben. Weder das US-Militär noch das Medical Center hätten Auskünfte über im Zusammenhang mit dem Unglück behandelte Patienten erteilt.
Darüber hinaus erschienen in den USA nach und nach Zeitungsartikel, in denen amerikanische Opfer mit Brandverletzungen interviewt wurden, die in den deutschen Statistiken nicht erfasst waren. Daraus kann der Schluss gezogen werden, dass dies möglicherweise auch auf die Zahl der Toten zutrifft.
Vereinzelt wurde ein Zusammenhang des Flugtagunglücks mit dem bis heute nicht vollständig aufgeklärten Absturz von Itavia-Flug 870 bei der Mittelmeer-Insel Ustica im Jahr 1980 hergestellt.
Dies beruht darauf, dass von den drei in Ramstein gestorbenen Piloten zwei, nämlich Nutarelli sowie Mario Naldini, Zeugen des Absturzes vor Ustica waren und eine Woche nach der Flugschau vor einem italienischen Untersuchungsausschuss hätten aussagen sollen.
Noch 25 Jahre nach der Katastrophe vertrat Giancarlo Nutarelli, der Bruder des Unglückspiloten, die Theorie, auf seinen Bruder sei durch Manipulation des Flugzeugs ein Mordanschlag verübt worden, um ihn als Zeugen des Abschusses von 1980 auszuschalten.
Zudem hatte es bereits in den Jahren vor Ramstein unnatürliche Todesfälle unter solchen Militärangehörigen gegeben, die mit dem Abschuss zu tun gehabt hatten
https://de.wikipedia.org/wiki/Itavia-Flug_870#Todesf%C3%A4lle_im_Umfeld_des_Absturzes
Ein entsprechender Verdacht wurde von dem Experten für Luftverkehrsrecht Elmar Giemulla geäußert, der als Rechtsanwalt mehrere Ramstein-Opfer vertrat. Giemulla vermutete, dass "die Toten und Verletzten von Ramstein Opfer einer Militär-Verschwörung wurden".
https://de.wikipedia.org/wiki/Flugtagungl%C3%BCck_von_Ramstein
http://www.ramstein-1988.de/14107.html



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