Sonntag, 19. Juli 2015

ToneFactory in Siesbach

Samstag, 18. Juli 2015:
So schön der italienische Abend in Bergen am 11. Juli auch war – er hatte einen Nachteil: Ich konnte mir ToneFactory nicht anhören, die an diesem Abend auf dem Prämienmarkt in Veitsrodt einen Mega-Auftritt zeigten.

Das holen wir heute Abend nach.

Um 20:00 Uhr komme ich vom Sportgelände Auf Klopp in Nahbollenbach zurück, wo an diesem Samstag ein vom Sportverein in Kooperation mit unserem Schützenverein veranstaltetes Sommer-Biathlon veranstaltet wurde. Mein Dienst bei den Schießbahnen, an denen die Radfahrer und Läufer mit Lasergewehren selbst Einfluss auf die Anzahl der Strafrunden nehmen, ist ganz schön anstrengend. Zum Glück ist es im Schatten des Feldhauses erträglich.
Nach einer erfrischenden Dusche mache ich mich auf den Weg.
Um 21:15 Uhr steigt ein befreundetes Pärchen in Tiefenstein zu mir in den Wagen und wenig später betreten wir das Sportplatzgelände in Siesbach, auf dem auch ein Beachhandball-Feld angelegt wurde. Hier auf dem Sportfest herrscht reger Betrieb. Es ist warm und die Leute tummeln sich vor und neben dem Zelt.
Wir genehmigen uns die erste Runde Kirner Flaschenbier.
Kurz darauf starten ToneFactory mit ihrem Konzert, das von zwei Auftritten unterbrochen wird.
Zuerst sorgt die Showtanzband Rhythm Nation des FC Martinstein mit ihrem Auftritt für Applaus, bevor die Mitglieder des Männerballetts ihre Künste vorführen. Bei der anschließenden Dankesrede an die Trainerin des Männerballetts wird auch vom Plan für das nächste Jahr gesprochen. Sie schlägt vor, es genüge, eine Woche vor dem Auftritt zu beginnen, denn ob nun acht Wochen oder nur eine Woche geprobt wird, es mache unter dem Strich keinen Unterschied.


Blues- und Classic Rock aus Idar-Oberstein


Wir haben unseren Platz neben dem Zelt gefunden und verfolgen durch die beiden geöffneten Seitenelemente die Show der Band, die um Frontmann Simon Klein und Drummer Fabian Krieger das Publikum mit Rock-Klassikern wie "in the air tonight", "Hey Joe", "Hotel California", "radar love" und "long train running" begeistert, um nur einige Stücke der Playlist zu nennen. Später wird es kühl und wir verbringen den Rest des Abend im Zelt vor der Cocktailbar, wo die Musik deutlich lauter in den Gehörgang dringt. Tontechniker Sascha Kuhn zieht alle Register, um den Sound bestmöglich zu präsentieren, was ihm sehr gut gelingt. 
Zwischendurch sorgt Keyboarder Torsten Wendel, der auch als Backgroundsänger agiert, mit seinen Versionen von "land of confusion" und ZZ Tops "Tush" - der einzigen Single-Auskopplung aus ihrem vierten Album Fandango! - für Abwechslung.
Beim Lied "Zombie" der Cranberries tanzen die ersten Menschen auf Tischen und Bänken, was für den Rest des Abend so bleiben wird. Simon sucht die Nähe der Menge, während er auf seine Frage "what's in your head?" auf Antworten wartet.
Erst nach mehreren Zugaben wird die Band vom tobenden Publikum entlassen.
Gänsehaut verursacht die letzte Zugabe… Simons Interpretation von Leonard Cohens "Hallelujah", das 2007 von der britischen Zeitschrift Q als bester Song aller Zeiten genannt wurde. Kein Wunder, dass es mittlerweile mehr als 100 Versionen anderer Musiker dieses Stückes gibt.

Danke, ToneFactory, für diesen Abend.
Leider habe ich Fabians Drum-Solo vermisst, aber das kommt sicher bald mal wieder!!!
www.tonefactory.de