Freitag, 31. Juli 2015

Immer wieder Freisen

Donnerstag, 30. Juli 2015:
"Was habe ich mir heute angetan?"... so meine ersten Gedanken, kurz nachdem ich aufgewacht bin.
Muskelkater in den Beinen nach gefühlten 5.000 Mal bücken und knien, mein linker Daumen schmerzt vom ständigen anpacken und halten der schweren Pflastersteine und meine Lendenwirbelsäule signalisiert mir, dass die letzten beiden Steine wohl zuviel waren.
Gerne habe ich gestern meinem Freund bzw. seiner Familie beim Pflastern der Hofeinfahrt geholfen, ist es doch eine willkommene Abwechslung.
Heute allerdings wäre ich froh, einen Tag Ruhe gehabt zu haben, denn ich bin zu einer Mountainbike-Tour verabredet.
Na ja, mal schauen, was noch geht.
Während der Fahrt nach Rückweiler, wo ich mich um 15:00 Uhr mit einem Freund treffe, hoffe ich, dass alles gut läuft.
Wir starten gegen 15:30 Uhr vor seiner Haustür - heute soll es die "MTB 9" rund um Freisen sein, die im Internet als "anspruchsvolle Tour für geübte Mountainbiker mit einigen Steilabschnitten, die technisches Fahrkönnen voraussetzen" beworben wird.

Nach 2,5 Kilometern sind wir am Einstieg der Strecke, die uns über den Windpark am Trautzberg, von dem aus man eine schöne Sicht auf die Baumholderer Platte hat, zum 596 Meter hohen Hellerberg führt, wo wir den ersten Panoramablick genießen können. Weiter geht es durch den alten Steinbruch hinunter nach Reichweiler und Schwarzerden. Auf dem Fritz-Wunderlich-Weg gelangen wir nach Oberkirchen und fahren über die imposante Talbrücke. Vorbei am Weiselbergbad und Johanneshof sind wir rund acht Kilometer, ein paar Anstiege und Trails später auf dem 595 Meter hohen Füsselberg.
Wir kommen hinunter bis fast zum Ortseingang Freisen und drehen eine Schleife über den Rothsberg nach Eitzweiler. Jetzt geht es wieder nach Freisen, wo wir ein kurzes Stück durch Wohngebiet fahren, bevor der Weg erneut im dichten Wald verschwindet. Nur in paar Hundert Meter Luftlinie von hier erstrahlt die gestern frisch gepflasterte Hofeinfahrt. Das Höhenprofil zeigt seit Eitzweiler einen ständigen Anstieg, der nur durch ein paar kurze, flache Passagen unterbrochen wird. Durch das Waldgebiet "Klöppchen" kommen wir zu den Außengehegen des Naturwildparks Freisen. Die letzten Kilometer über die Höhenzüge kosten ganz schön Körner. Der Wind bläst aus allen Richtungen und die Temperatur ist auf 13 Grad gefallen. Zum Glück sind wir bald am Ziel, wo nach 2 1/2 Stunden ein kühles alkoholfreies Weizenbier auf uns wartet.
Laut meinem Garmin haben wir 39,34 Kilometer und rund 850 Höhenmeter bewältigt.


Für die Konditions-Tour um Freisen braucht der Biker Kraft und Ausdauer. Es ist eine anspruchsvolle Tour, auf der man über Anstiege, Steilabschnitte, zahlreiche Trails, Wiesen und Waldwege geführt wird.

Auf der Heimfahrt beschleicht mich das schöne Gefühl, wieder etwas gutes für mich und meinen Körper getan zu haben. Es war eine schöne Tour, ich fühle mich großartig und freue mich auf eine heiße Dusche.