Montag, 6. Juli 2015

Erster Urlaubstag, erste Ausfahrt mit neuem Rad

Montag, 06. Juli 2015 - mein erster Urlaubstag begrüßt mich mit strahlend blauem Himmel und Sonnenschein. Es läuft noch immer Musik, die ich gestern Nacht eingeschaltet hatte.
Lange ist es her, dass ich die Nacht durch mit leiser Hintergrundmusik begleitet wurde. Was früher selbstverständlich war, geriet eine gewisse Zeit in Vergessenheit. Ein nützliches Programm für den PC, mit dessen Hilfe man die Lautstärke der MP3-Dateien angleichen kann, ist übrigens MP3Gain. Bemüht man dieses kleine Freeware-Tool, spielen James Last und Metallica auf gleichem Dezibel-Niveau.
Findet man dann noch die richtige Einstellung am Verstärker, schläft man wunderbar ein.
Die Meinungen über diese Art der Berieselung gehen auseinander, Pro und Contra halten sich die Waage. Ich fühle mich jedenfalls wohl dabei und habe phantastisch geschlafen.
Nach einem kleinen Frühstück lebe ich erst einmal in den Tag hinein.
Die Temperaturen schwanken zwischen 25 und 27 Grad, ideale Voraussetzungen für eine Jungfernfahrt mit meinem neuen gebrauchten Rennrad.
Schon seit etwa zwei Jahren leisten meine Mountainbike-Radlerfreunde unermüdliche Überzeugungsarbeit, um mir das Rennradfahren schmackhaft zu machen.
Als dann ein Vereinsmitglied sein Rad zu einem fairen Preis zum Verkauf anbot, stattete ich ihm einen Besuch ab. Rahmengröße passte, das Rad gefiel mir in weiß-schwarzer Lackierung und gut ausgestattet war es sowieso.
Noch ein bisschen verhandeln und das Geschäft war abgeschlossen.
Es hängt schon eine Weile in der Fahrradhalterung, fehlten bisher noch ein Sattel, Pedale sowie geeignete Rennradschuhe.
Es soll erst einmal ein kurzes kennenlernen sein. Schuhe einfahren und sich an Schaltung und Felgenbremse gewöhnen, ist dies doch anders als beim Mountainbike.
Erstaunlich, wie leicht das Rad rollt. Keinerlei Fahrgeräusche sind wahrnehmbar, lediglich der Freilauf ist deutlich hörbar, wenn man nicht in die Pedale tritt. So bin ich schnell am Friedhof Almerich. Während der Fahrt stelle ich fest, dass der Sattel 1 bis 2 cm höher eingestellt werden muss. Unsicher darüber, wieviel Newtonmeter der Carbonrahmen verträgt, fahre ich zu B-Site nach Idar. Dank Ingo und seines 5-Nm-Drehmomentschlüssels passt die Sitzhöhe nach wenigen Minuten.
Jetzt noch eine kleine Runde durch Idar und es geht nach Hause.
So sind es nur 17 km, lächerlich für eine Rennrad-Ausfahrt, aber ich habe die Gewissheit, gut gerüstet für die erste Tour zu sein.
Auch die neuen Schuhe sowie der Sattel passen sehr gut. Ich bin zufrieden.

Als nächstes stürze ich mich mit Freunden in die Idarer Kneipenszene zum Feierabendbier… aber darf ich das überhaupt trinken, habe doch schließlich Urlaub!?