Sonntag, 19. Juli 2015

Eine laue Sommernacht

Freitag, 17. Juli 2015:
Es geht mal wieder ins Idarer Brauhaus am Schleiferplatz, wo ich mich um 19:30 Uhr mit Freunden treffe. An diesem Abend präsentiert der Boxclub Idar-Oberstein ein gut organisiertes Open-Air-Boxen.
Ich verschaffe mir einen Überblick und beobachte die Szenerie. Etwa 10 Minuten später hört man den Ringrichter "Cut! Cut!" rufen. Der junge Boxer eilt in seine Ecke, wo seine Platzwunde über dem linken Auge medizinisch versorgt wird.
Kurz darauf treffen meine Freunde ein und wir finden einen schönen Platz im Außenbereich. Anfangs ist es mir eindeutig zu warm, obwohl wir unter einem Baum Schatten genießen können.
Etwa eine Stunde später hat die Temperatur einen Wert erreicht, den ich als optimal bezeichne. Wir trinken Bier, essen Schnitzel bzw. Flammkäse vom Bornwiesenhof und schauen gelegentlich in den Boxring, in dem Amateurkämpfe in drei Runden von je drei Minuten Länge ausgetragen werden.

Unser Platz im Idarer Brauhaus
Wir sind uns sicher, heute die schönste Sommernacht des Jahres 2015 genießen zu können – bisher zumindest. Das tolle Wetter lockt auch Fahrer von Cabriolets und Oldtimern ins Freie und so können wir im Kreisverkehr allerlei exotische Fahrzeuge beobachten… vom BMW Z1 über eine Corvette Sting Ray bis hin zu einem bronze-goldfarbenen Mercedes Benz Cabriolet. Leider sehen wir den Wagen relativ spät. Allem Anschein nach handelt es sich um einen Wagen der Baureihe W 110, der von 1961 bis 1968 gebaut wurde.
Auch zeigen sich ein VW Derby sowie die Fließhecklimousine Opel Kadett B LS.

Besonderen Eindruck hinterlässt ein roter amerikanischer Straßenkreuzer mit weißer Lederausstattung. Ich kenne mich mit diesen Wagen nicht aus und so muss das Internet zwecks Recherche herangezogen werden. Habe ich alles richtig in Erinnerung, ist es ein Cadillac der Series 62 (Seventh Generation), der von 1961 bis 1964 gebaut wurde.
Die Geisterwolke

An diesem Abend werden wir Zeugen eines seltenen Naturschauspiels. Etwa gegen 22:15 Uhr zieht aus westlicher Richtung eine große weiße Gewitterwolke heran, die sich langsam hinter die Edelsteinbörse schiebt. Im Kontrast zum dunklen Himmel wirkt sie regelrecht gespenstisch, denn es sieht so aus, als würde in ihr eine überdimensionale Neonröhre leuchten. Als Krönung zucken immer wieder Blitze im Inneren der Wolke.
So gut es geht, versuche ich diesen Moment mit meiner Smartphone-Kamera festzuhalten, während ich auf die Ghostbusters warte.

Leider geht auch die schönste laue Sommernacht irgendwann zu Ende. Nach der "Last Order" bahnen wir uns den Weg durch die immer noch gut gefüllte Kneipenszenerie am Schleifer- und Marktplatz.