Mittwoch, 15. Juli 2015

Durch zwei Landkreise und drei Verbandsgemeinden

Am Dienstag, 14. Juli 2015, treffen wir uns um 18 Uhr im Stadtteil Nahbollenbach am Eisenbahnviadukt zu einer Rennrad-Feierabendrunde - die für mich erste Rennradtour seit vielen Jahren.
Mit fünf Männern und einer Frau starten wir bei gutem Bike-Wetter. Der Himmel zeigt sich teilweise bedeckt, soll uns aber mit keinem Regenschauer überraschen.
Es geht über Weierbach, vorbei am Stadtteil Kirn-Sulzbach nach Kirn, wo wir uns bereits im Landkreis Bad Kreuznach befinden.
Heimweiler in der Verbandsgemeinde Kirn-Land ist das nächste Ziel, von wo aus der Rundkurs durch drei Verbandsgemeinden beginnt.
Über gut asphaltierte Straßen fahren wir nach Becherbach und Otzweiler. Bei Hundsbach befinden wir uns in der Verbandsgemeinde Meisenheim und ein Mitglied der Gruppe verlässt uns. Als nächstes folgen Schweinschied und Löllbach. Ein beständiger Wind weht uns um die Ohren - mal mehr, mal weniger stark. Weiter geht es durch Jeckenbach und Desloch. Die folgenden Orte Lauschied und Bärweiler gehören schon zur Verbandsgemeinde Bad Sobernheim.
Blick auf Lauschied von Desloch kommend
Erstaunt bin ich über die Ruhe, die in diesen Dörfern herrscht. Kaum ein Mensch auf der Straße. Gelegentlich sieht man ein paar Leute auf einer Bank sitzen, die uns freundlich grüßen. Hier scheint die Welt noch in Ordnung. 39 Kilometer haben wir bisher hinter uns gebracht und ich hätte nicht für möglich gehalten, dass mir das Rennradfahren jemals wieder so viel Spaß machen würde, bin ich doch überzeugter Mountainbiker. Die Bewegung ist konstanter, die Belastung gleichmäßiger als beim Mountainbiken und man kann ungefähr die doppelte Strecke in gleicher Zeit zurücklegen. Außerdem erfordert das Rennradfahren keine konstante Konzentration, wie es in schwierigem Gelände der Fall ist.
Mein Rad läuft wunderbar ruhig und ich merke das deutlich geringere Gewicht gegenüber meines Mountainbikes. Etwas ungewohnt sind noch immer die schmalen Reifen sowie die Felgenbremsen, aber ich habe mich gut daran gewöhnt. Dass mir die heutige Tour so viel Spaß bereitet, liegt sicher auch an der schönen Strecke. Die Straßen sind in einem sehr guten Zustand, was mich nicht wundert, denn sie werden sicher weniger frequentiert als in Stadtgebieten.
Auch bin ich positiv überrascht vom geringen Verkehrsaufkommen in und zwischen den idyllisch gelegenen Orten im Nordpfälzer Bergland.
In Limbach denke ich an eine Freundin aus Berufsschulzeiten, die in diesem Ort wohnt. Wir befinden uns wieder in der Verbandsgemeinde Kirn-Land, bevor sich in Heimweiler der Kreis schließt. Zurück geht es knapp vier Kilometer über die L182 bis zur Unterführung an der B41. Auf diesem Stück merke ich deutlich, welchen Vorteil das Windschattenfahren bringt.
Über den Nahe-Radweg gelangen wir nach Weierbach und zurück zum Ausgangspunkt.
Mit etwas über 62 Kilometern und rund 800 Höhenmetern nur eine kleine Feierabendrunde, aber es hat gereicht, mir die Freude am Rennradfahren zurückzubringen.
Mallorca 2016 kann kommen!

Leider hatte ich bei dieser homogenen Truppe nicht die Gelegenheit, die Erinnerungen in Form von Fotos festzuhalten, so ist nur ein einziges entstanden. Aber mit Sicherheit werde ich diese Strecke ein zweites Mal fahren. 

Weitere Informationen, Fotos und GPS-Dateien unter
http://www.gpsies.com/map.do?fileId=ilndgopfkjpdqdwp